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5. Slicen

Slicen mit Fabmaker

Beim Slicen wird das Werkstück virtuell in Scheiben geschnitten und für jede dieser Scheiben ein Fahrweg für den Druckkopf berechnet. Screenshot des Host-Programms von fabmaker.

Wenn das oder die zu druckenden Werkstück(e) passend im virtuellen Bauraum platziert sind, kann der Slicer gestartet werden, der aus den Informationen der STL-Datei(en), der Bauraum-Positionierung, den Infos zu den Haftungshilfen Skirt, Raft, Brim, eventuell nötigen Stützkonstruktionen sowie weiteren Einstellungsdetails einen G-Code für den bevorstehenden Druck errechnet. Dazu wird das Werkstück virtuell in Scheiben geschnitten und für jede dieser Scheiben ein Fahrweg für den Druckkopf berechnet. Die Dicke jeder Scheibe entspricht der Schichthöhe, die der Drucker produzieren kann. Oft werden von Geräteherstellern vorkonfektionierte Parameter-Pakete für den Slicer angeboten, die  Geräteanwender in die Lage versetzen sollen, ohne weitere Feineinstellungen sofort gute Druckergebnisse zu erzeugen. Dies gelingt auch in der Regel. Die meisten Host-Programme, die als grafische Benutzeroberfläche (GUI) für den Slicer dienen, bieten jedoch zusätzlich diverse Einstellmöglichkeiten, mit denen Sie die Druckqualität und die Druckzeit enorm beeinflussen können. Die wichtigsten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) sind:

  • Die Infill-Dichte. Die Bandbreite reicht dabei vom ausschließlichen Druck der Außenhülle mit dünner Wandstärke ohne jede Füllung (0% Infill) bis zum massiven, komplett mit Kunststoff gefülltem Werkstück (100% Infill).
  • Das Infill-Muster: Die Anordnung des Infill-Materials im Raum kann schon bei geringem Materialeinsatz zu hoher Stabilität führen. Z. B. ist ein Wabenmuster als Infill stabiler als ein würfelförmiges.
  • Die Druckgeschwindigkeit. Langsame Drucke sind meist exakter als schnelle.
  • Die Haftungshilfen.  Um das vorzeitige Ablösen des Werkstücks vom Druckbett während des Druckes zu vermeiden, können sogenannte Skirts, Rafts, Brims und/oder ähnliche Techniken eingesetzt werden, die die Haftung des Druckguts am Druckbett erhöhen sollen.
  • Druckbetttemperatur und Extruder-Temperatur. Vor allem Experten können durch Verändern dieser Parameter die Druckqualität steigern. Zudem gilt: manche Materialien  benötigen höhere Extruder-Temperaturen als andere, um überhaupt verarbeitbar zu sein.
  • Stützstrukturen. Bei extremen Überhängen kann es sinnvoll sein, den Slicer anzuweisen, Stützstrukturen für den Druck mit zu berechnen.

Wenn alle Parameter festgelegt sind, kann der eigentlichen Slicing-Vorgang, also das Erzeugen eines G-Codes starten.

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