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VR in der Lehrerausbildung und im Bereich der Sonderpädagogik

Christian Albrecht, Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Freiburg

Das Sonderpädagogikseminar plant aktuell zwei Projekte, die im Bereich der Virtuel-len und Augmentierten Realitäten angesiedelt sind.

VR: „Breaking Bad Behaviour“
Das interdisziplinäre Projekt „Breaking Bad Behaviour“ der Universität Würzburg erprobt den Einsatz eines vollimmersiven virtuellen Klassenzimmers, um Klassenführungskompetenzen in der Lehrerbildung zu fördern.
Das Seminar Freiburg plant, dieses Projekt in die zweite Phase der Lehrerausbildung zu überführen. Damit könnte das Seminar Freiburg als erstes Seminar überhaupt die Erprobung der Einsatzmöglichkeiten eines vollimmersiven Trainingsmoduls zum Einüben von Verhaltensroutinen im Rahmen des Classroom-Managements anbieten.
Konkret bedeutet das, dass Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter in einer virtuellen Simulation, mithilfe einer VR-Brille, mitten im Klassenzimmer stehen und Maßnahmen und Methoden der Klassenführung nicht nur lernen und diskutieren, sondern tatsächlich ausprobieren und einüben können.
Damit erhofft sich das Seminar Freiburg, Klassenführungskompetenzen von (ange-henden) Lehrerinnen und Lehrern zu steigern sowie die praxis- und theorieorientierte Entwicklung, Durchführung sowie Evaluation einer innovativen pädagogischen Praxis, in der das vollimmersive virtuelle Klassenzimmer gewinnbringend eingesetzt wird.

3D-Objekte: Verwendung von virtuellen Exponaten im Unterricht
Viele Museen haben bereits damit begonnen, ihre Exponate digital als 3D-Scan zu sichern und stellen diese vereinzelt zur Verfügung. Führend in diesem Bereich ist das MUT in Tübingen, welches Verfahren entwickelt, die exemplarisch für alle Museen in Baden-Württemberg, Deutschland und auch Europa sind.
Eine Besonderheit der Vorgehensweise der Universität Tübingen ist das Einbinden eines Objekts in seine Sinnzusammenhänge, also in seine Ausstellungs- und Fundorte, die ebenfalls digital zur Verfügung gestellt werden. Das Seminar Freiburg plant, hier den nächsten Schritt zu gehen und eine pädagogische Vernetzung zwischen digitalen und realen Objekten in Schule und Unterricht zu ermöglichen. In dem zu erarbeitenden pädagogischen Gesamtkonzept wird auch der Aspekt der haptischen VR für blinde Menschen integriert.



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